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7. Dezember 2017

Nikolausumtrunk im Gedenken an Prof. Peter Tamm

Zum 13. Mal fand am 6. Dezember der traditionelle Nikolausumtrunk mit dem Freundeskreis des Internationalen Maritimen Museums statt. Es war das erste Zusammentreffen ohne den am 29. Dezember 2016 verstorbenen Stifter Prof. Peter Tamm.

Marineorchester Reservisten Nikolausumtrunk Marschmusik Blasmusik Internationales Maritimes Museum Hamburg

Das Marineorchester Hamburg des Verbandes der Reservisten spielt beim 13. Nikolausumtrunk des Freundeskreises.

Dennoch standen der Museumsgründer und seine herausragenden Leistungen im Mittelpunkt des Abends. In seiner Rede vor den rund 250 anwesenden Gästen erinnerte Vorstand Peter Tamm zunächst an seinen Vater und ließ danach das Jahr 2017 noch einmal Revue passieren. Höhepunkte waren zweifellos der Besuch von Prinz William und seiner Frau Kate, sowie ein spontaner Museumsrundgang des südkoreanischen Staatspräsidenten Moon Jae-in anlässlich des G20 Gipfels. Bei den Sonderausstellungen hob Peter Tamm die Ausstellung „East meets West“ hervor, die in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Guangdong Museum realisiert wurde. Die enge Kooperation mit dem Museum werde auch in Zukunft fortgesetzt. Die Besucherzahlen haben sich 2017 erneut sehr positiv entwickelt. Rund 140.000 Besucher kamen in den Kaispeicher B, 10% mehr als im Vorjahr. Abschließend konnte Peter Tamm noch berichten, dass die vom Bund bewilligten Mittel für eine Digitalisierung des umfangreichen Museumsarchivs inzwischen freigegeben wurden, so dass mit der Arbeit begonnen werden kann.

Freundeskreis Internationales Maritimes Museum Hamburg Nikolausumtrunk Modell Santa Maria Columbus

Die Freunde des Museums versammeln sich unter Columbus Santa María im Foyer.

Ein Film in Form einer Bildcollage erinnerte noch einmal an das Leben des Museumsgründers, für den das „Wir“ immer im Vordergrund seines Schaffens stand. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgte das Marineorchester Hamburg des Verbandes der Reservisten mit teils besinnlicher, teils flotter Blasmusik. In der Mitgliederversammlung des Freundeskreises, die wie jedes Jahr vor dem Nikolausumtrunk stattfand, wurden die Vorstandsmitglieder Tom Kemcke und Dr. Andreas Costard in ihren Ämtern bestätigt. Peter Tamm wurde als Nachfolger seines Vaters neu in den Vorstand berufen.

1. Dezember 2017

Kunst im Chaos, die Sonderausstellung

Wegen der großen Nachfrage: Sonderausstellung „Kunst im Chaos“ wird erneut gezeigt. Beeindruckende Bilddokumente des Hamburger Hafens 1945 – 47.

Sie gehört zu den erfolgreichsten Sonderausstellungen des Internationalen Maritimen Museums – die Fotoausstellung „Kunst im Chaos“. Sie dokumentiert eindrucksvoll das Ausmaß der Zerstörungen, die der Zweite Weltkrieg im Hamburger Hafen hinterlassen hat. Im Frühjahr dieses Jahres wurde sie sechs Wochen lang auf Deck 1 präsentiert. Für viele Besucher war dies zu kurz und so wurde das Museum immer wieder um eine Wiederholung der beliebten Ausstellung gebeten. Diesem Wunsch kommt das Internationale Maritime Museum jetzt nach und zeigt die Fotos des Hamburger Fotografen Heinrich Hamann vom 6. Dezember bis Mitte März 2018 ein zweites Mal.

Kunst Kaos Plakat Sonderausstellung Hamburger Hafen Weltkrieg Hamann Internationales Maritimes Museum Hamburg

Chaos

Zur „Stunde Null“ lagen rund 80% des Hamburger Hafens in Schutt und Asche. Rund 3.000 Schiffswracks in den Hafenbecken und im Strom machten die Elbe zu einem riesigen Schiffsfriedhof. Es ist heute kaum vorstellbar, was dies für die einst so stolze Hafenstadt bedeutete. Einige Zeit nach der bedingungslosen Kapitulation erhielt der Hamburger Fotograf Heinrich Hamann (1883 – 1975) von der britischen Besatzungsmacht den Auftrag, das Ausmaß der Zerstörungen im Hamburger Hafen zu dokumentieren. In den Jahren 1945 – 1947 machte er sich mit seiner schweren Plattenkamera an die Arbeit.

Kunst

Trotzt der schwierigen Bedingungen inmitten einer Trümmerlandschaft, gelangen Hamann faszinierende Bildzeugnisse des unmittelbaren Nachkriegschaos, die auch von ihrer künstlerischen Qualität herausragend sind. Schaut man sich die Bilder genau an, bemerkt man, wie penibel auf die richtige Position geachtet, das richtige Arrangement gesucht und der richtige Moment abgepasst wurde, um die Szenerie auf jene empfindlichen Glasplatten zu bannen. Dabei klagte Hamann nicht an – er suchte die sichtbare Realität so, wie er es in seinem Berufsleben immer getan hatte.

Die Glasplatten im Format 18 x 24 cm von Heinrich Hamann, die den Hafen der Hansestadt im Zeitraum von 1945 bis 1950 wiederbeleben, wurden vom Internationalen Maritimen Museum im Juli 2015 aus dem Hamburger Archiv Fuchs übernommen.

Das Buch zur Ausstellung ist im Museumshop und online erhältlich.

Die Ausstellung ist bis Mitte März 2018 auf Deck 1 des Internationalen Maritimen Museums zu sehen und im Eintrittspreis enthalten.